Schnelleres WLAN

Was kann WiFi 6E und für wen lohnt sich der Umstieg?

28.4.2023 von Corinna Ingenhaag

Der aktuelle WiFi Standard WiFi 6E surft ganz allein auf der 6 GHz Welle. Doch was bringt die Erweiterung der Frequenz und wann lohnt sich der Umstieg?

ca. 2:50 Min
Ratgeber
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Sie funken und funken und funken. Da kann es schon mal eng werden auf der Datenautobahn. Mit WiFi 6E ändert sich das, doch für wen lohnt sich Umstieg wirklich?
Sie funken und funken und funken. Da kann es schon mal eng werden auf der Datenautobahn. Mit WiFi 6E ändert sich das, doch für wen lohnt sich Umstieg wirklich?
© Matic Štojs Lomovšek / Adobe Stock

WiFi ist unsere liebste kabellose Übertragungstechnologie. Wie die WiFi Alliance auf ihrer Seite vermeldet, werden jährlich mehr als 4 Milliarden Geräte mit WiFi ausgeliefert. Insgesamt sind rund 18 Milliarden Geräte im Einsatz. Das ist eine ganze Menge und bedeutet, dass sich wirklich viele verschiedene Geräte auf den WiFi Frequenzen tummeln. Dort wird es dann immer mal wieder zu eng für alle Signale.

Die Folge sind instabile Verbindungen und langsame Übertragungszeiten. Dann ist die Lösung klar: Ein neuer Standard muss her. So ist es auch bei WiFi 6E der Fall. Während die Vorgänger auf den Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz funken, öffnet WiFi 6E entsprechenden Geräten die Pforte zum 6 GHz Band. Und dort sind sie ganz ungestört. Ohne, dass ältere WiFi-Geräte ihre Verbindung kreuzen oder sogar das Babyphone und die Mikrowelle auf dem 2,4 GHz Band mitmischen möchten.

Was bringt die zusätzliche Frequenz von WiFi 6E?

Durch diese exklusive Frequenz erreichen kompatible Geräte eine zuverlässige und vor allem schnelle Übertragung. Das liegt auf der Hand, denn ohne Interferenzen und Überlagerungen können sich die Signale auf dem 6 GHz Band breit machen. In den USA und vielen anderen Teilen der Welt übrigens breiter, als in Europa. Denn hier ist für WiFi 6E nur der Frequenzbereich von 5.945 bis 6.425 MHz freigegeben. Das bedeutet, wir können immerhin auf eine zusätzliche Bandbreite von 480 MHz zugreifen und somit auf drei weitere 160 MHz Kanäle bzw. sechs 80 MHz.

Der ASUS RT-AXE7800 bietet WiFi 6E und verspricht eine verbesserte Netzwerkkapazität, Leistung und die Konnektivität.
Der ASUS RT-AXE7800 bietet WiFi 6E und verspricht eine verbesserte Netzwerkkapazität, Leistung und die Konnektivität.
© ASUS

In den USA und vielen anderen Ländern, wie Brasilien, Kanada, Saudi-Arabien oder Südkorea darf sich WiFi 6E sogar auf einem Frequenzbereich von 5.925 bis 7.125 MHz – also auf insgesamt 1.200 MHz – herumtreiben. Klingt, als würde der Umstieg in Deutschland also gar nicht so viel Extra-Bandbreite bringen. Betrachten wir allerdings die Sphären, in denen wir mit 2,4 und 5 GHz unterwegs waren, stimmt das nicht. Sie bringen es gemeinsam auf 540 MHz. Mit den zusätzlichen 480 MHz, die WiFi 6E liefert, verdoppeln wir damit unsere Möglichkeiten beinahe.

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Für wen lohnt sich WiFi 6E?

Die erweiterte Bandbreite von WiFi 6E versüßt uns das Leben mit einer schnellen Übertragung und verringert die Latenzzeiten. Zudem können wir mit der Technologie drei breite 160 MHz Kanäle nutzen, die sich ideal für hochauflösende Videos oder Virtual Reality Inhalte eignen. Das bedeutet, der Umstieg auf WiFi 6E dürfte sich besonders für passionierte Gamerinnen und Gamer sowie Fans des 8k-Streamings lohnen.

Auch, wer unter Verbindungsproblemen durch eine Überlastung des WiFi-Netzes zu Hause leidet, sollte WiFi 6E in Betracht ziehen. Schließlich können wir im Moment noch davon ausgehen, dass wir dann auf unserem 6 GHz Band weitgehend ungestört von nachbarlichen WLAN-Signalen sind.

Übrigens: Natürlich brauchen wir zur Nutzung von WiFi 6E nicht nur die entsprechenden Router, sondern auch kompatible Endgeräte.

Für Gaming-Fans bietet WiFi 6E einen echten Mehrwert.
Für Gaming-Fans bietet WiFi 6E einen echten Mehrwert.
© sezer66 / Adobe Stock

Die kabellosen Zukunftsaussichten

Kaum haben wir unser Heimnetzwerk auf WiFi 6E upgegradet, da kommt schon ein neuer Standard um die Ecke. WiFi 7 möchte am liebsten noch in diesem Jahr bei uns einziehen. Erste Geräte mit dem neuen WiFi-Standard wurden bereits angekündigt. Hier sprechen MediaTek oder TP-Link beispielsweise von drahtlosen Übertragungsraten von bis zu 46 Gbit pro Sekunde. Zudem soll die Netzkapazität höher und die Latenzzeit niedriger ausfallen als bei den Vorgängern. Dafür sorgen dann besonders breite Kanäle mit bis zu 320 MHz.

Die Tatsache, dass wir in Europa jedoch nur 480 MHz nutzen können (während es in den USA und einigen anderen Ländern ja satte 1.200 MHz sind), spielt uns dabei nicht gerade in die Karten. Es bleibt also spannend. Und das noch eine ganze Weile. Auch, wenn WiFi 7 schon mit den Hufen scharrt, bis es hierzulande wirklich relevant wird, wird vermutlich noch das ein oder andere Jahr vergehen. Wer also jetzt auf einen neuen Router mit WiFi 6E setzen möchte, liegt damit aktuell nicht daneben.

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