Mini-PC mit ChromeOS

Asus Chromebox 5 S5007N im Test

14.9.2023 von Stefan Schasche

Eigentlich fühlt sich das ChromeOS von Google primär auf Notebooks zu Hause. Allerdings werden seit Jahren auch zahlreiche Mini-PCs mit diesem Betriebssystem angeboten, darunter von Asus. Das neueste Modell des Herstellers trägt den Namen Chromebox 5. Wir haben es getestet.

ca. 2:40 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Asus Chromebox 5 S5007N im Test
Asus Chromebox 5 S5007N im Test: Edler Mini-PC mit ChromeOS
© Christoph Mukherjee
EUR 718,86
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Pro

  • gute Qualität und Verarbeitung
  • viele Anschlüsse
  • sehr geringer Stromverbrauch
  • sehr leiser Lüfter

Contra

  • relativ hoher Preis
  • kleine, recht langsame Festplatte

Fazit

Die Chromebox 5 von Asus macht Spaß. Sie ist klein, leise, hat sehr viele Anschlüsse und bewältigt die meisten Aufgaben mühelos und flott. Leider ist die nicht besonders schnelle SSD etwas zu klein geraten. Test-Urteil: gut (84 von 100 Punkten)


84,0%

ChromeOS auf einem Notebook, das geht aus mehreren Gründen gut zusammen. Erstens agiert das Betriebssystem aus dem Hause Google sehr ressourcenschonend und gibt sich auch mit weniger performanten Komponenten zufrieden, zweitens eignet es sich als browserbasiertes OS perfekt für den mobilen Einsatz.

Wieso also sollte man sich überhaupt einen Mini-PC mit ChromeOS zulegen – zumal die Chromebox 5 von Asus über 700 Euro kostet und damit den Preis vieler Chromebooks übersteigt? Nun: Einer der großen Vorteile einer Chromebox gegenüber einem Mini-PC auf Windows-Basis ist die vergleichsweise hohe Arbeitsgeschwindigkeit bei identischer Hardware.

Asus Chromebox 5 S5007N im Test: Anschlüsse
(oben) An der Vorderseite sitzen USB-Ports für Maus und Tastatur, ein Audio-Anschluss sowie ein MicroSD-Kartenleser. (unten) Hinten bietet die Chromebox reichlich Anschlüsse. Ganz rechts erkennt man den USB-C-Port mit Thunderbolt 4.
© Christoph Mukherjee

Wer mit einem Windows-Rechner derart flüssig arbeiten will, wie das mit der Chromebox 5 möglich ist, benötigt schon wesentlich mehr als einen Core i5 der zwölften Generation, 8 GByte Arbeitsspeicher und eine SSD mit lediglich 128 GByte Kapazität. Und das geht dann am Ende doch erheblich ins Geld.

Darüber hinaus hat die Chromebox 5 gleich zwei HDMI-Anschlüsse und je einmal DisplayPort sowie einen USB-C-Anschluss mit Thunderbolt-4-Support, sodass bei Bedarf gleich vier 4K-Bildschirme ansteuerbar sind. Genau das ist am Ende das Hauptargument für eine „Chromebox“ statt für ein „Chromebook“.

Benchmark: Chromebox 5

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Benchmark Wert
Geekbench 6 Single Core 1749 Punkte
Geekbench 6 Multi Core 6479 Punkte
CPDT Seq. Schreiben 136 MByte/s
CPDT Seq. Lesen 293 MByte/s
CPDT Memory Copy 8,79 GByte/s
Wirple Total Score 9199 Punkte
Speedometer 2.0 286 Punkte

Bedenkt man dann noch, dass sich die kleine Chromebox mit 8 Watt im Leerlauf und mit 29 Watt während der Bewältigung eines anspruchsvollen Grafikbenchmarks zufrieden gibt und dass sich der eingebaute Lüfter nur selten wirklich hörbar meldet, wird endgültig klar, warum sich so mancher Nutzer für eine der praktischen Chromeboxen entscheidet.

Die sehr gut verarbeitete Chromebox 5 von Asus ist in vier Varianten erhältlich: Am günstigsten ist das 420-Euro-Modell mit Celeron 7305, am teuersten die Variante mit Core i7-1260P (1020 Euro). Dazwischen liegt der von uns getestete Rechner mit Core i5-1240P, der laut Liste 840 Euro kosten soll, im Handel aber für etwa 100 Euro weniger den Besitzer wechselt.

Details: Chromebox 5

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Merkmal
Kategorie: Mini-PC (mit ChromeOS)
Preis: 735 Euro
Preis/Leistung: ausreichend
Prozessor: Intel Core i5-1240P / 1,2 bis 4,4 GHz
Arbeitsspeicher: 8 GByte
Grafik: Intel Iris X
Festplatte: 128 GByte SSD
WLAN: WiFi 6E
Anschlüsse: 2 x HDMI, DP, 4 x USB3, USB-C
Abmessungen: 166 x 165 x 46 mm
Gewicht: 800 Gramm
Betriebssystem: ChromeOS

Chromebox 5: Ausstattung

Neben schnellem WLAN in der Version Wi-Fi 6E AX211 hat der Rechner Bluetooth 5 sowie einen LAN-Anschluss mit 2,5-GBit-Geschwindigkeit an Bord. Ein praktisches Extra ist das auf seiner Oberseite integrierte Qi-zertifizierte Ladegerät, das Smartphones und andere Geräte mit flotten 15 Watt auflädt. Ein Kensington-Lock ist vorhanden, um das Gerät zumindest rudimentär vor Langfingern zu schützen.

An der Vorderseite befinden sich zwei USB-3.2-Anschlüsse, ein Audioeingang und ein MicroSD-Kartenleser, hinten zwei weitere USB-3.2-Ports, USB-C mit Thunderbolt 4, die Grafikanschlüsse und der LAN-Port. Die Stromversorgung erfolgt über ein separates Netzteil, das 280 Gramm auf die Waage bringt.

Der Rechner selbst wiegt insgesamt 800 Gramm. Eingabegeräte gehören nicht zum Lieferumfang, dafür liefert Asus eine VESA-Halterung mit, damit man die kleine Chromebox zum Beispiel an der Rückseite eines Monitors anbringen und damit komplett aus dem Blickfeld verbannen kann.

Online-Siegel
gut
Zusätzliche Infos
Die Chromebox 5 wurde in der Redaktion PC Magazin getestet.
September 2023

Chromebox 5: Testlabor

Obwohl die Chromebox „nur“ mit einem Core i5 ausgestattet ist, gibt es an den Leistungswerten nichts zu bemängeln. In Tests wie dem HTML5-Benchmark Wirple, dem Web-Applikationsbenchmark Speedometer oder in den diversen Komponententests von Geekbench 6, der unter anderem die Leistungsfähigkeit der CPU unter die Lupe nimmt, machte der Rechner eine durchweg gute Figur und überzeugte durch starke Leistungswerte.

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Nicht ganz so berauschend schlug sich die Chromebox bei den Benchmarktests für die integrierte, mit 128 GByte Kapazität ohnehin ziemlich klein dimensionierte SSD. Hier ließ der Rechner Federn und lieferte relativ schwache Werte, vor allem beim Verschieben, Öffnen und Schließen großer Dateien. So erreicht die Asus Chromebox 5 am Ende ein gutes Testergebnis bei einem aus unserer Sicht etwas zu hohen Listenpreis.

Fazit

Die Chromebox 5 von Asus macht Spaß. Sie ist klein, leise, hat sehr viele Anschlüsse und bewältigt die meisten Aufgaben mühelos und flott. Leider ist die nicht besonders schnelle SSD etwas zu klein geraten.

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