Kaufberatung

Netbook, Ultrabook oder Tablet?

20.2.2012 von Inge Schwabe

Beim Kauf eines portablen PCs lautet die Frage: Netbook, Ultrabook oder doch ein Tablet? Wir vergleichen die Vor- und Nachteile der drei Geräteklassen.

ca. 3:20 Min
Business-it
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  1. Netbook, Ultrabook oder Tablet?
  2. Tablets: nicht immer erste Wahl
  3. Ultrabooks - die Premium-Klasse
Windows 8-Ultrabooks & Co. von Acer und Asus
Windows 8-Ultrabooks & Co. von Acer und Asus
© Hersteller

Klar, so ein Tablet weckt Begehrlichkeiten. Überall sieht man, wie es seine Besitzer in den Bann zieht und der Umwelt scheinbar entreißt: In der U-Bahn, im Bu?ro, beim Freund auf dem Sofa. Aber genu?gt die Spielerei den eigenen Anforderungen? Möchte man nicht doch etwas mit Tastatur? Was leisten eigentlich Netbooks, deren Zukunft immer wieder infrage gestellt wird? Und was ist ein Ultrabook? Diesen drängenden Fragen des digitalen Lebensstils wollen wir auf den Grund gehen.

Netbooks

Schneller Internetzugang, handliches Format, kleiner Preis - das sind wohl die hervorstechendsten Eigenschaften von Netbooks, an denen sich bis heute nicht viel geändert hat.

Zwar sind ihnen sowohl Tablets als auch Ultrabooks merklich überlegen, was die geringe Zeit zwischen Einschalten und Einsatzbereitschaft betrifft. Dafür haben sie den Ultrabooks den deutlich günstigeren Preis voraus und den meisten Tablets die Tastatur.

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Gegenüber den zuletzt genannten bieten Netbooks mit wahlweise Linux oder Windows 7 als Betriebssystem deutlich mehr Anwendungsmöglichkeiten als Tablets. Obwohl ursprünglich vorrangig für das Surfen im Web, das Schreiben von E-Mails und Texten sowie die Betrachtung von Fotos und Videos ausgelegt - die mangels optischem Laufwerk allerdings auf die Festplatte übertragen oder von einem angeschlossenen Medium abgespielt werden müssen -, ist die Installation komplexer Software auf dem Netbook durchaus möglich.

Acer Aspire One 722
Mit dem entspiegelten 11,6-Zoll-Display eignet sich das gut verarbeitete Acer Aspire One 722 auch für den Außeneinsatz. Zu haben ab ca. 300 Euro.
© Hersteller

An die Leistungsfähigkeit ihrer großen Brüder, der Notebooks, zu denen letztlich auch die Ultrabooks gehören, kommen sie zwar bei weitem nicht heran, insbesondere für Spiele sind sie in der Regel zu schwach auf der Brust. Modelle wie das Acer Aspire One 722 verfügen mittlerweile aber über eine durchaus anständige 3-D-Grafikpower, die in Verbindung mit der ordentlichen Akkulaufzeit von knapp sieben Stunden auch dem Spielvergnügen Raum gibt.

Die gleiche, für die gute Geschwindigkeit im 3-D-Bereich verantwortliche Kombination aus Dual-Core-Prozessor, Grafikchip und Speichercontroller von AMD steckt auch im Asus Eee PC 1215B. Das mit einem 12,1-Zoll-Display vergleichsweise große Netbook hält im Durchschnittsbetrieb sogar noch eine gute halbe Stunde länger durch. Dass bei unserem Testgerät der Mauszeiger bei Steuerung über das Touchpad nicht immer einwandfrei mitlief, wollen wir an dieser Stelle nicht verheimlichen.

Dafür entsprach das Tastaturlayout weitgehend einer normalen PC-Tastatur. Das ist bei den kleinen Geräten keine Selbstverständlichkeit, und wir empfehlen denjenigen, die Wert darauf legen, ein Netbook mit zehn Fingern blind bedienen zu können, einen Test vor dem Gerätekauf. Der Nachfolger des Asus Eee PC 1215B mit einer Weiterentwicklung der AMD-Plattform und der Modellnummer 1225B steckt bereits in den Startlöchern, wurde in Deutschland aber bislang noch nicht vorgestellt.

Acer Eee PC1215B
Acer Eee PC1215B: Der performante Chipsatz verhilft dem 12-Zöller zu einer guten Systemleistung und überdurchschnittlicher Geschwindigkeit im 3-D-Bereich. Ab 415 Euro.
© Hersteller

Die Mehrheit der Netbooks beherbergt ein 10-Zoll-Display, die gleiche Displaygröße also, wie sie in den meisten Tablets steckt. Zwar sind Netbooks in der Regel dicker, dafür ist die Anzeige durch die Bauform automatisch geschützt, das Gerät lässt sich auch ohne zusätzliche Schutzhülle schnell mal in die Tasche stecken. Während sowohl der 11,6 Zoll große Screen des Acer als auch das 12,1-Zoll-Display des Asus eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln vorweisen können, lösen 10-Zoll-Displays üblicherweise mit nur 1024 x 600 Pixeln auf.

Mit der neuen, besser abgestimmten und gleichzeitig energiesparenderen Atom-Plattform "Cedar-Trail" bläst Intel den Netbooks aber auch in puncto Medientauglichkeit frischen Wind in die Segel. Für die nächste Gerätegeneration verspricht der Hersteller dank besserer Performance die ruckelfreie Wiedergabe von HD-Videos.

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Wer sich letztlich nicht zwischen Netbook und Tablet entscheiden kann, hat vielleicht Gefallen am Dell Inspiron Duo: Das konvertierbare Netbook mit 10,1-Zoll-HD-Touchscreen verwandelt sich durch einfachen Dreh in ein Tablet. Für die durchdachte Technik müssen Käufer freilich etwas tiefer in die Tasche greifen: Während die Durchschnittspreise für 10-Zoll-Geräte ohnehin angezogen haben und von etwa 170 Euro im vergangenen Jahr auf derzeit circa 250 Euro gestiegen sind, kostet das Inspiron Duo bei Dell im Onlineshop stolze 399 Euro. Damit ist es allerdings immer noch günstiger als die meisten 10-Zoll-Tablets.

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